
CBD Dosierung und Anwenudung bei Katzen
Du möchtest Deiner Katze mit CBD-Öl etwas Gutes tun, weißt aber nicht wie und wie viel? Ich erkläre Dir die wichtigsten Grundlagen. Vorweg sei gesagt: Eine allgemeine Einheitsformel gibt es nicht. Möchtest Du Deiner Katze zu mehr Wohlbefinden und glänzendem Fell verhelfen? Oder liegt eine schwere Erkrankung vor, bei deren Bekämpfung CBD helfen soll?
- Autor: Philipp Wulfert
- Aktualisiert: 23. September 2021
Warum CBD?
Cannabidiol (kurz: CBD) kann für Katzen in vielen Bereichen von Vorteil sein.
Durch Stresssituationen wie Umzüge oder Verletzungen werden oft Angstzustände oder andere unruhige Verhaltensweisen hervorgerufen. Dies beeinträchtigt nicht selten den Alltag. Hier kann sich CBD positiv auf das Empfinden der Katze auswirken. Es hat beruhigende und entspannende Eigenschaften, die dem Tier helfen, besser mit der Situation klarzukommen.
Ebenso kann CBD krampflösend wirken und somit bei Panikattacken eingesetzt werden.
Insbesondere bei Schmerzen wird es oft verabreicht. Es hat entzündungshemmende Wirkungen, was die Wundheilung beeinflussen und sich auch bei chronischen Schmerzen wie Gelenkproblemen positiv auswirken kann.
Die Liste der Anwendungsbereiche ist lang. Wie es angewendet wird, erkläre ich Dir im Einzelnen.
Die richtige Dosierung
In der Grundformel empfehle ich Dir eine maximale Dosis von 5 mg CBD am Tag pro 5 Kilo Körpergewicht Deiner Katze.
Ausgehend von einem 5%igen CBD-Öl reicht bei kleineren und jüngeren Katzen eine Dosis von einem bis zwei Tropfen zweimal täglich.
Ausgewachsene Katzen vertragen je nach Körpergewicht durchaus zwei bis drei Tropfen zweimal täglich.
Selbstverständlich sind dies nur grobe Richtwerte, die genaue Dosierung ist von Tier zu Tier unterschiedlich. Abhängig von der Schwere der zu behandelnden Krankheit, dem Gewicht des Tieres und dem Allgemeinzustand.
Sofern der Tierarzt es nicht anders verordnet hat, können folgende Beispielangaben als Orientierungshilfe dienen:
- pro kg 2 x 0,5 mg CBD bei Arthritis
- pro kg 2 x 0,2 mg CBD bei entzündlichen Erkrankungen
- pro kg 2 x 0,5 mg CBD bei Asthma
- pro kg 2 x 5 mg CBD bei Infektionen der Atemwege
Die angegebenen Zahlen sind lediglich Richtwerte und ersetzen keine tierärztliche Empfehlung!
Die Verabreichung
Nun folgt der in meinen Augen schwerste Teil.
Am besten entfaltet CBD seine volle Wirksamkeit, wenn das Öl mit der Pipette direkt in das offene Maul der Katze geträufelt wird. Ich habe tatsächlich schon davon gehört, dass es Katzen geben soll, die das mit sich machen lassen.
Meiner eigenen Erfahrung nach kann ich sagen: Das wird nur in den seltensten Fällen funktionieren. Sollte Deine Katze sich darauf einlassen, ist dies auf jeden Fall die beste Methode.
Wenn sie es nicht mag, ist das jedoch auch nicht schlimm. Du kannst das Öl auch auf ihr Futter oder auf ihre Lieblingsleckerlies geben. Die Wirkung tritt in diesem Fall langsamer ein, ist jedoch genauso stark. Die Dosis muss dazu nicht erhöht werden. Besitzt du mehrere Katzen, achte unbedingt darauf, die Futterstellen gut voneinander zu trennen. Ansonsten wird es schwer, die richtige Dosierung im Auge zu behalten.
Auch das Abschlecken vom Finger funktioniert in vielen Fällen. Auch hier ist aber selbstverständlich darauf zu achten, dass die richtige Dosierung eingehalten wird.
Ein Leckerli nach der Verabreichung des CBD-Öls kann nie schaden. Nicht nur, dass die Fellnasen sich in der Regel sehr darüber freuen – es erhöht außerdem die Bioverfügbarkeit von CBD, wenn es mit fettreicher Nahrung kombiniert wird.
Das richtige CBD-Öl
Als rein pflanzliches Produkt ist CBD-Öl allseitig gut verträglich. Es sind so gut wie keine Nebenwirkungen bekannt, und das, obwohl CBD bereits seit vielen Jahren auch in der menschlichen Medizin angewendet wird.
Die Besonderheit bei der Verabreichung von CBD an Katzen ist, dass Du unbedingt darauf achten musst, ein terpenfreies Produkt zu wählen! Katzen können Terpene nur sehr schlecht abbauen und reagieren mit starken Nebenwirkungen bis hin zu Vergiftungserscheinungen darauf. Deshalb gibt es spezielle CBD-Öle für Katzen, in denen absolut keine Terpene enthalten sind.
Auch in der Qualität gibt es leider sehr viele Unterschiede. Achte bei der Wahl auf ein hochwertiges Produkt von reiner Qualität.